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Die Digitalisierung der Immobilienbranche

Trends, wie Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, Chatbots oder Big Data verändern unser Leben, Denken und Handeln – auch in der Immobilienvermarktung. Wie entwickelt sich die Branche digital? Welche Trends zeichnen sich ab? Und wo liegen die Grenzen der digitalen Vermarktung? Adriano Ropeter ist Chief Sales Officer bei FIO und stellt sich unseren Fragen.

Chief Sales Officer Adriano Ropeter im Experteninterview

Der Immobilienmarkt entwickelt sich rasant weiter. Wie können wir uns die digitale Zukunft der Branche vorstellen?

Adriano Ropeter: Die digitale Transformation der Immobilienmärkte sorgt für eine neue Form des Wettbewerbs in der Branche. Das beeinflusst nicht nur technologische Aspekte, sondern trennt auch die Spreu vom Weizen: Wer sich diesen Entwicklungen nicht anpasst, den wird es morgen vielleicht nicht mehr geben. FIO geht diesen Wandel nicht nur aus technologischer Perspektive an. Wir haben die Menschen dabei im Blick: Wir gestalten den digitalen Wandel der Immobilienbranche gemessen an den Bedürfnissen unserer Kund:innen. Dabei treibt uns die Vision an, Prozesse weiter zu automatisieren, damit Makler:innen mehr Zeit fürs Makeln bleibt.

Wie werden die digitalen Entwicklungen die Branche verändern?

Adriano Ropeter: Technologische Fortschritte beeinflussen das globale Markgeschehen von außen und schaffen insbesondere im leicht angestaubten Immobilienmarkt neue Chancen und Möglichkeiten. Soziodemografische Faktoren, wie beispielsweise Landflucht und Bevölkerungszuwachs in den Städten, sorgen auch zukünftig für nachhaltige Stabilität. Das wird zu weiteren Preissteigerungen in beliebten Lagen sorgen, etwa im Niedrig- und Mittelpreissegment bis etwa 7.000 € pro qm². Am Ende des Tages üben diese Faktoren einen Einfluss auf das Konsumverhalten aus. Die Digitalisierung der Immobilienbranche wird manches schneller, präziser und einfacher machen. Dabei wird die persönliche Besichtigung des Wunschobjekts vor Ort auch in Zukunft der finale Entscheidungsfaktor bleiben und die Grenze der Digitalisierung abstecken. 

Inwieweit hat sich die Digitalisierung bereits durchgesetzt und wie sehen Zukunftsprognosen aus?

Adriano Ropeter: Softwareanbieter, wie FIO, sind zweifelsohne Treiber der Digitalisierung. Künstliche Intelligenz, ist dabei nur ein Thema, um die Effizienz von Maklerprozessen durch Automatisierung zu fördern. Deutschland fährt im internationalen Vergleich ein eher langsames Tempo in der Digitalisierung der Immobilienbranche. Die Schere zu anderen Ländern wird aber zusehends kleiner. Meine Prognose sieht den Schwerpunkt der digitalen Entwicklung weiterhin auf den Makler:innen. So werden zunehmend Prozesse unterstützt und erleichtert, wenn beispielsweise Objektdaten über unsere App FIO Go mobil aufgenommen und in Echtzeit im FIO Webmakler hinterlegt werden.

Welche Trendthemen flankieren die digitale Transformation?

Adriano Ropeter: Blicken wir auf unsere Nachbarländer, so zeigt sich, dass etwa Frankreich oder Großbritannien die Einführung von digitalen Funktionen bereits teilweise per Gesetz fördern. Sie sind der Auffassung, dass dadurch der großen Nachfrage der Bevölkerung nachgekommen und im Zuge dessen die Konjunktur angekurbelt wird. In Deutschland läuft man noch etwas hinterher, aber das ist wohl auch unserer wohlbedachten und kritischen Mentalität geschuldet. Ein ungebrochener Trend ist die Nutzung mobiler Endgeräte. Die für die Immobilienbranche relevante Zielgruppe von morgen, also diejenigen, die heute im Schnitt 20 Jahre alt sind, nutzen das mobile Internet bereits zu etwa 98 Prozent täglich. Technologien wie Blockchain, KI, Chatbots, Augmented Reality, Virtual Reality, Internet of things, der Einsatz von Drohnen oder Big Data sind Dinge, die von der Generation zukünftiger Immobilienkäufer schon heute genutzt werden. Die Affinität von Menschen älterer Generationen zu digital getriebenen Diensten wird weiter steigen. Die Generation 50 plus zum Beispiel fühlt sich heute im Schnitt 15 Jahre jünger und fitter und ist völlig offen gegenüber digitalen Technologien.

Wie reagiert FIO auf die digitale Transformation der Branche?

Adriano Ropeter: Unsere Antwort auf die digitale Transformation der Branche ist die stete Weiterentwicklung der Funktionen des FIO Webmakler. So bieten wir beispielsweise mit FIO Go eine topmoderne App fürs mobile Makeln, das automatische Webexposé oder KI-gestützte automatisch generierte Exposétexte mit Lagebeschreibung. Unsere Funktionen bieten für Makler:innen und ihre Kund:innen gleichermaßen eine sinnvolle und einfache Möglichkeit, schnell an alle relevanten Informationen rund um die Immobilie und ihre Vermittlung zu kommen. Auf dieser digitalen Basis lässt sich eine präzise auf die eigenen Wünsche ausgerichtete Entscheidung zum Kauf oder Verkauf treffen. Das zahlt ein auf das Konto der Fachkompetenz und Professionalität von Immobilienvermittler:innen. Das direkte Feedback unserer Kund:innen ist für uns ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung unserer neuen Funktionen. Dabei treibt uns die Vision an, ein Höchstmaß an Nutzerfreundlichkeit und Zeitersparnis für Makler:innen zu erreichen. Das verfolgen wir durch den Einsatz neuer KI-gestützter Technologien für mehr Automatisierung.     

Lieber Adriano, vielen Dank für das spannende Gespräch und den Einblick in die digitale Zukunft der Branche!

 

 

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