Christian Wallin
Allgemein

FIO präsentiert neues Format „Vorstandsblick“

Von Recruiting über Softwareentwicklung bis hin zu Finanzwesen – ab heute lassen wir unsere Vorstände in regelmäßigen Abständen einen ganz persönlichen Blick auf verschiedenste interessante Themen werfen. Den Anfang macht Christian Wallin. Wir haben ihn zu modernen Arbeitswelten befragt und den Umzug in den Hypoport-Campus. 

„Du Chef, sag mal…“

Von Recruiting über Softwareentwicklung bis hin zu Finanzwesen – ab heute lassen wir unsere Vorstände in regelmäßigen Abständen einen ganz persönlichen Blick auf verschiedenste interessante Themen werfen. Den Anfang macht Christian Wallin. Wir haben ihn zu modernen Arbeitswelten befragt und mit ihm darüber gesprochen, ob und wie sich der Wertewandel in der Unternehmenskultur auch auf die Fachkräftegewinnung auswirkt, warum dezentrale Leitung mehr Autonomie für die Mitarbeiter bedeutet und welche Chancen sich für FIO konkret durch den Umzug in den Hypoport-Campus ergeben. 

Aktuell findet ein Wertewandel in der Unternehmenskultur statt. Nicht zuletzt durch Corona, vor allem aber durch die fortschreitende Digitalisierung sind New Work, Co-Working oder Arbeiten 4.0 gerade in aller Munde. Was ist Deine ganz persönliche Definition von modernen Arbeitswelten? 

Die Grundidee moderner Arbeitsmodelle ist meiner Meinung nach Dezentralität. Komplexe Probleme werden nicht mehr allein gelöst, sondern verschiedene Perspektiven eingenommen und verschiedene Kompetenzträger eingebunden, um bestmögliche Lösungen zu finden. Dieses Prinzip ist gar nicht mal so neu und wird in der Software-Entwicklung seit beinah 30 Jahren gelebt. Man könnte sogar sagen, dass FIO in Teilen schon seit Gründung agil arbeitet.  

Eng verbunden mit dem Perspektivwechsel und der Kompetenzverlagerung sind auch offene Raumkonzepte. Im Gegensatz zu früher, als die Mitarbeiter überwiegend in Einzelbüros oder in kleineren Gruppenräumen arbeiteten, werden die Büros der neuen Arbeitswelten groß gedacht. Offene, helle Räume sollen Platz für Vernetzung und Wissenstransfer schaffen. Den nötigen Rückzugsort bieten beispielsweise schalldichte Telefonboxen oder Kreativecken.  

Und auch das Thema hybrides Arbeiten spielt eine ganz wichtige Rolle. Heute habe ich als Mitarbeiter dank modernster Technik die Möglichkeit, an einem einzigen Tag an drei verschiedenen Orten zu wirken und auf verschiedenste Teams und Kollegen zu treffen. Ich persönlich finde das fantastisch! 

Wie wirken sich moderne Arbeitskonzepte auf die Art und Weise der Unternehmensführung aus? 

Früher war die beste Unternehmensleitung diejenige Person, welche fachlich am kompetentesten war – das hat sich stark gewandelt. Mittlerweile gibt es in Unternehmen sehr differenzierte Beziehungsgeflechte und eine große Komplexität von Strukturen, Produkten und Kundenanforderungen. Einen guten Überblick über das Gesamtkonstrukt zu haben, ist heute essenzieller als Kompetenz in einem bestimmten Teilbereich. Deshalb ist es auch sinnvoller, die Leitung auf mehrere Schultern zu verteilen, statt auf einen einzigen Kompetenzträger zu setzen.  

Eine gute Unternehmensführung ermöglicht selbstbestimmtes und selbstorganisiertes Arbeiten im Team, leitet die Kollegen an und integriert sie in wichtige strukturelle Themen. Damit einher geht, dass die Mitarbeiter mehr Verantwortung tragen und die Autonomie im Team steigt. Hierfür ist die Absprache von gemeinsamen Zielen und ein diszipliniertes Nachhalten unabdingbar. 

Worin liegen deiner Meinung nach die größten Chancen und größten Herausforderungen des Wertewandels in Unternehmen? 

Großes Potenzial sehe ich beispielsweise bei den Themen ökologische Kompetenz und soziale Verantwortung. Gerade im Hinblick auf neue Raumkonzepte können Nachhaltigkeitsaspekte von Anfang an mitgedacht und Vielfältigkeit gelebt werden. Herausfordernd wird es demgegenüber dort, wo gewohnte Pfade verlassen werden. Gerade in Unternehmen mit langer und erfolgreicher Geschichte, ist es manchmal nicht so einfach, neue Trampelpfade zu beschreiten. Herausfordernd heißt dabei aber nicht unmöglich. Ich bin der festen Überzeugung, dass Wandel immer möglich ist, manchmal muss man einfach nur extra Wege laufen, um das ganze Team erfolgreich mitzunehmen. Der Aufwand lohnt sich aber in jedem Fall. 

Was bedeuten moderne Arbeitskonzepte konkret für das Recruiting aber auch für die Ausbildung oder Weiterqualifizierung der Mitarbeiter? 

Natürlich bedingt der Wandel in der Unternehmenskultur auch einen Wandel der benötigten Fähigkeiten und Kernkompetenzen. Im Hinblick auf die Ausbildung an Universitäten gibt es schon spürbare Entwicklungen weg vom Frontalunterricht hin zu interdisziplinären und hybriden Gruppenarbeiten. Dennoch ist hier deutlich Luft nach oben, vergleicht man die didaktischen Methoden hierzulande mit denen unserer europäischen Nachbarn oder aus Amerika.  

Was die Qualifikation der eigenen Mitarbeiter angeht, ist es bei FIO schon immer so gewesen, dass wir jungen Leuten umfassende Entwicklungschancen bieten. So lassen wir Absolventen verschiedenste Rollen im Unternehmen durchlaufen, damit sie neben ersten Praxiserfahrungen auch einen komplexen Überblick erlangen und Empathie für ihre Kollegen, deren Aufgaben und Perspektiven entwickeln. Das kommt uns im Hinblick auf New Work sehr zugute. 

Generell bedingt der Wertewandel ein entsprechendes Mindset. Hier versuchen wir immer wieder, unsere Mitarbeiter für andere Denkweisen und neue Lösungsansätze zu sensibilisieren. 

Für FIO bedeuten die modernen Arbeitswelten ganz konkret auch den Umzug vom Leipziger Schloss Knauthain in den Hypoport Campus in Leipzig Plagwitz. Welche Bedeutung hat der Campus für FIO allgemein, die Mitarbeiter im Speziellen aber auch für den Wirtschaftsstandort Mitteldeutschland? 

Der Einzug in den Hypoport Campus ist für uns ein riesiger Schritt, der uns zahlreiche Möglichkeiten eröffnet. Man kann den Umzug gewissermaßen mit dem Auszug aus dem Elternhaus vergleichen: Das Schloss ist hierbei das sichere Zuhause, in dem viele Kollegen erste Arbeitserfahrungen gesammelt sowie tolle Momente erlebt haben und emotionale Bande gestrickt wurden. Je mehr jedoch das Unternehmen (auch quantitativ) wächst, je größer der Anspruch und die Visionen werden, desto kleiner werden die Schlossmauern. Der neue Campus in der Konsumzentrale bietet insgesamt mehr Raum für Ideen und mehr Mitarbeiter. Er schafft Begegnung mit sowie Nähe zu den Konzernschwestern VALUE AG, Dr. Klein Wowi Digital und source.kitchen. Außerdem bietet er den nötigen Rahmen, die eigene Unternehmensidentität weiterzuentwickeln.  

Auch für die Wirtschaftsregion Mitteldeutschland stellt der Hypoport Campus eine große Chance dar. Die Wirtschaftsstärke und die Benefits des Konzerns gepaart mit dem Unternehmenscharme und der Software-Expertise von FIO sind für Fachkräfte mit Sicherheit sehr interessant. Der große Vorteil im Hypoport-Netzwerk und bei FIO ist: Wir performen sehr gut remote, sind aber auch in der Region stark verwurzelt. Leipzig als Metropolpendant zu Berlin und Hamburg hat starke Symbolwirkung und Anziehungskraft für Unternehmen und Top-Arbeitskräfte umliegender Städte. Das begünstigt interdisziplinäre Synergien und die Innovationskraft Mitteldeutschlands. Uns erwartet eine aufregende Zeit und mit Sicherheit auch ein bisschen Wehmut, beim Auszug aus den gewohnten Schlossmauern. Die Vorteile unseres neuen Firmensitzes werden den Abschied jedoch in jedem Fall aufwiegen.

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