Lieber Andreas, du bist seit 15 Jahren bei FIO tätig und verantwortest als Product Owner (PO) das Schadenmanagement Portal (SMP). Wenn man dich zwei Uhr nachts wecken und fragen würde, was dabei deine zentralen Aufgaben sind, was würdest du wie aus der Pistole geschossen antworten?

Tatsächlich arbeite ich schon fast mein halbes Leben für FIO, man könnte quasi sagen, SMP und ich sind zusammen groß geworden.

Allgemein sind die zentralen Aufgaben eines POs die Sicherstellung der Produktqualität, die Maximierung des Kundennutzens und die Erreichung der Unternehmensziele. Im Detail bedeutet das beispielsweise die Definition und Priorisierung von Produktanforderungen, die Kommunikation mit Stakeholdern, die Planung und Überwachung des Produktentwicklungsprozesses sowie die kontinuierliche Verbesserung des Produktes. Da wir bei SMP allerdings in besonderer Konstellation arbeiten – mein Kollege Christian und ich agieren sozusagen als PO-Tandem – haben wir unseren Zuständigkeitsbereich aufgeteilt.

Als Product-Owner Third-Party-Integration kümmert sich Christian um die Schnittstellenentwicklung, Neukundenanbindung, den Bereich Support und alle Belange rund um das Thema HR, während ich die Produktstrategie und das Produkt als solches verantworte, mich um Finanzfragen, Sprintplanung und -meetings sowie Teamorga und das Releasemanagement kümmere.

Was macht deiner Meinung nach einen guten PO aus? Welche Skills sind unerlässlich, um die Wertschöpfung eines Produktes zu steigern?

Ein guter PO sollte in der Lage sein, Probleme zu identifizieren, analysieren und entsprechende Lösungen abzuleiten. Zusätzlich spielen Kommunikationsfähigkeit und Empathie eine wichtige Rolle, denn der PO fungiert im Teamgefüge als zentrale Schnittstelle u.a. zwischen Kunden, Support, Entwicklern, Qualitätssicherung, der Geschäftsführung und kommuniziert mit allen Stakeholdern. Dabei gilt es, die verschiedenen Bedürfnisse zu erkennen und in Einklang zu bringen.

Was ist deine spezielle Superkraft, mit der du für FIO an den Start gehst?

Meine technische Versiertheit und meine ausgeprägten analytischen Fähigkeiten. Ich kann komplexe Kundenanforderungen sehr gut erfassen und mir oftmals bereits im Kundengespräch einen Maßnahmenplan im Kopf zurechtlegen. Außerdem bin ich ein Organisationstalent – ein Skill, den ich übrigens auch bei Kollegen sehr zu schätzen weiß.

Das FIO Schadenmanagement Portal bringt Vertreter der Wohnungswirtschaft mit Akteuren der Versicherungswirtschaft und Maklern zusammen und bildet medienbruchfrei die Prozesse des Gebäudeschadenmanagements von der Schadensmeldung über die Schadenbearbeitung bis hin zur Schadenregulierung ab. Was macht die FIO-Softwarelösung dabei so besonders?

Mit SMP machen wir die Wohnungswirtschaft prozessual unabhängig von Versicherungsunternehmen. Nach einer Umdeckung bleiben alle Prozesse im Unternehmen gleich, wir ändern lediglich die Kommunikationsrichtung. Zusätzlich sind unsere großen Bestände ein Türöffner bei den Versicherern und wir können direkte Anbindungsprojekte erfolgreich realisieren – ein absoluter Mehrwert, weil dadurch die Schadensabwicklung noch schneller und effizienter wird. Bereits 7 der 10 größten Wohnungsunternehmen nutzen derzeit SMP – was eindeutig für die Qualität unseres Produktes spricht. Außerdem haben wir den aus meiner Sicht erfahrensten Versicherungsmakler der Wohnungswirtschaft unter Vertrag, der insgesamt 940.000 Einheiten mit unserem Produkt verwaltet. Das sichert uns viel Expertise und fachlichen Input zur Weiterentwicklung unserer Plattform.

Du erwähntest im Gespräch, dass das SMP-Redesign gerade eine zentrale Rolle in deinem Arbeitsalltag spielt. Fass bitte einmal kurz zusammen, was es damit auf sich hat und warum es aus deiner Sicht unumgänglich ist?

Redesign meint nichts anderes, als dass wir unsere komplette Anwendung auf moderneste Technologie heben, um unseren Kunden eine bessere User Experience zu bieten, den veränderten Marktanforderungen gerecht zu werden, unsere Lösung insgesamt attraktiver und effizienter zu machen und natürlich nicht zuletzt, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu steigern. Der gesamte Prozess ist dabei sehr zeitaufwendig und arbeitsintensiv, lohnt sich aber definitiv.

Auf welche Entwicklungen in SMP, an deren Konzeption, Produktion und deren Roll-Out du beteiligt warst, bist du besonders stolz und warum?

Neben dem Redesign, das mit Abstand das größte SMP-Projekt aller Zeiten ist und einen riesigen Mehrwert für unsere Kunden bietet, fällt mir spontan der Aufbau unserer ersten Versichererschnittstelle ein. Dieses Projekt hat den Grundstein für den strategischen Schnittstellenausbau gelegt und war ein Paradebeispiel für einen reibungslosen Projektablauf samt Punktlandung beim Zeitmanagement. Aber auch das Stichprobenmodul, das wir im Auftrag eines unserer Kunden entwickelt haben, ist mir besonders positiv in Erinnerung geblieben. Mit dem Modul lässt sich festlegen, wie viel Prozent der gemeldeten Gebäudeschäden einer Stichprobe unterzogen werden sollen. Das Modul bildet nun die Basis bei unseren Anbindungen zu Belegprüfern.

Welche weiteren Features sind in Zukunft geplant und welche Vorteile ergeben sich daraus für die Zielgruppe?

Ich freue mich besonders auf das geplante Kommunikationsmodul. Damit soll in Zukunft die komplette Kommunikation zu einem Schadensfall zentral abgebildet und ausgelöst werden. Mit dieser Funktion wollen wir uns künftig auch für kleinere Akteure am Markt öffnen, die eher manuell in unserem Portal aktiv sind. Derzeit werden bereits rund 1,3 Millionen Wohn- und Gewerbeeinheiten von 79 Wohnungsunternehmen über SMP verwaltet. Ein Großteil der restlichen Wohnungsbestände verteilt sich am Markt auf kleinere und mittelständische Unternehmen, für die wir mit dem Kommunikationsmodul einen Anreiz schaffen wollen.

Beschreib doch bitte mal den Weg einer Idee für neue Entwicklungsschritte bis zum erfolgreichen Launch in maximal 5 Sätzen.

Als erstes diskutiere ich die fachliche Produktanforderung mit den Software-Entwicklern. Danach beschreibe ich in einem Issue die Anforderungen und lasse auf dessen Basis eine Aufwandschätzung durch die Entwickler durchführen, damit ich die Arbeitspakete in Sprints einplanen kann. Außerdem erstellt unsere UX-Designerin einen Prototypen oder Sketch, der die visuelle Basis für die Entwicklung bildet. Nachdem die Entwickler die einzelnen Pakete umgesetzt haben, erfolgt die Abnahme durch die QA. Nach erfolgreicher Abnahme erfolgt die Vorstellung der Ergebnisse durch die Entwickler in der Sprintretrospektive. Wenn auch die fachliche Abnahme erfolgt ist, wird der Rollout geplant. Zwischen Anforderung und Release liegen dabei oftmals nur wenige Wochen.

Wie / mit wem challengst du Produkt-Ideen?

Vorwiegend mit meinem PO-Tandempartner Christian und unserem CEO Nicolas Schulmann.

Als PO hältst du die Fäden von SMP fest zusammen und bist tragende Säule des Teamgefüges. Gibst du privat gern mal die Führung ab und wie füllst du deinen Energietank außerhalb der Arbeit wieder auf?

Ja, tatsächlich gebe ich privat gern die Führung ab und lade meine Energietanks im Garten und beim Tischtennis wieder auf. Außerdem genieße ich die Zeit mit Familie und Freunden und schaffe mit gemeinsamen Aktivitäten und guten Gesprächen einen Ausgleich zum Arbeitsalltag.

Wenn man dich nicht gerade im Schloss, bei MS Teams oder strategischen Kundenterminen antrifft, wo findet man dich am ehesten?

Als leidenschaftliches „Draußenkind“ natürlich im Freien – am ehesten bei der Gartenarbeit, an der Tischtennisplatte oder aber am Herd.

Wenn du nicht PO bei FIO wärst, wie würde deine Berufsbezeichnung heute lauten?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit Immobilienmakler.

Ab April: Energieausweise als achtes OSS-Highlight

Über den FIO One-Stop-Shop (OSS) kann man verschiedene notwendige Dokumente rund um die Immobilienvermittlung anfordern – von Grundbuchauszug über Flurkarte bis Baulastenverzeichnis. Mit der Funktion „Energieausweis beauftragen“ geht im Mai der achte Service online und macht das Leben von Immobilienmaklern künftig noch ein bisschen leichter.

Drei geplante Ausbaustufen: Abfrage, Auslieferung & Payment

Mit dem neuen Feature können Webmakler-Kunden eine Abfrage bei Energieausweis48 direkt aus dem OSS heraus tätigen. Das spart Klicks und dank der automatisierten Adressübermittlung direkt aus dem Objekt heraus auch händischen Eingabeaufwand. „In der ersten Ausbaustufe erfolgt die Übermittlung des finalen Dokumentes an den Makler zwar noch per Mail, aber mit Abschluss der zweiten Ausbaustufe wird der Energieausweis direkt in unsere Maklersoftware ausgeliefert.“, erklärt Chief Product Owner Ronny Stelzig. Perspektivisch soll in einer dritten Ausbaustufe auch das komplette Payment über den FIO Webmakler abgebildet werden.

Step by Step: Energieausweisabfrage als weiterer Meilenstein der Modernisierungsoffensive

Die Implementierung der Energieausweis-Abfrage ist ein weiterer wichtiger Schritt innerhalb der großen Modernisierungsoffensive von FIO: „Im Rahmen verschiedener Umfragen und interaktiver Formate wie dem FIO Campus live oder FIO Brunch haben sich unsere Kunden mehr Services rund um Energie- und Sanierungsthemen gewünscht. Der neue Service im OSS ist ebenso eine direkte Antwort darauf, wie die Möglichkeit, Energieausweisdaten im Zuge der Finanzierungsanfrage direkt aus dem Webmakler nach BaufiSmart zu übermitteln.“, freut sich Guido Hannowsky, Direktor Immobilien bei FIO. Gemeinsam mit Sascha Engels-Ziemann, Geschäftsführer von Energieausweis48, bietet er in Kürze ein kostenfreies Webinar zu Thema Energieausweis bei FIO Campus an.

Werfen Sie dazu gern einen Blick in unser FIO Campus Programm

Alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen erfüllt 

Auch in diesem Jahr haben wir die Infrastruktur von FIO wieder einem eingehenden Penetrationstest unterzogen, um zu überprüfen, ob unsere Systeme einem Hackerangriff von außen standhalten würden. Der von uns beauftragte Dienstleister kam nun zu dem Ergebnis, dass alle nötigen Sicherheitsvorkehrungen erfüllt sind und keine Einfallstore für Datenangriffe gefunden werden konnten. Ein entsprechendes Zertifikat mit dem Bestätigungsvermerk wurde den Abonnenten des Datenschutznewsletters bereits zur Verfügung gestellt und kann bei Interesse auch direkt unter datenschutz@fio.de angefordert werden.  

Regelmäßige Sicherheitstests und Audits 

Um die Sicherheit unserer Systeme für unsere Kunden zu gewährleisten, lassen wir uns in regelmäßigen Abständen in verschiedenen Bereichen prüfen. So lassen wir neben großflächigen und produktspezifischen Penetrationstests beispielsweise auch immer wieder unser IT-Umfeld, unsere IT-Organisation, unsere Datenschutzmaßnahmen sowie Informationssicherheitsmanagement u.ä. durch externe Wirtschaftsprüfer auditieren. Natürlich stets mit dem Ziel, bestmögliche Sicherheit zu schaffen und unsere Prozesse zu standardisieren bzw. zu optimieren. 

Mit dem Datenschutz-Newsletter immer auf dem Laufenden bleiben 

Im Rahmen unseres Datenschutznewsletters halten wir unsere Kunden regelmäßig zu all unseren Maßnahmen auf dem Laufenden und stellen neben Zertifikaten unseren Jahresdatenschutzbericht und den Informationssicherheitsbericht zum Download zur Verfügung. Sollten Sie bislang nicht zum Newsletter angemeldet sein, können Sie sich über datenschutz@fio.de dafür registrieren. 

Künftig noch strengere Anforderungen 

Natürlich stehen auch unsere interne FIO-Datenschutzbeauftragte und unser IT-Sicherheitsbeauftragter für weiterführende Fragen rund um das Thema Datenschutz und IT-Sicherheit zur Verfügung. Im Austausch zum Penetrationstest gab unsere Datenschutzbeauftragte Susanne Illge bereits einen Ausblick darauf, was Banken in Zukunft erwartet: „Banken müssen sich zunehmend gegen Cyberkriminalität und Angriffe aus dem Netz schützen. Die BaFin hat und wird in diesem Zusammenhang die Anforderungen weiter verschärfen. DORA (Digital Operational Resilience Act) ist dabei nur eine der Verordnungen, auf deren Basis Unternehmen des Finanzsektors künftig weitere Sicherheitsvorkehrungen zur Widerstandsfähigkeit gegen betriebliche Störungen auf der IT-Ebene treffen müssen. FIO tut alles in seiner Macht Stehende, um die Banken auf diesem Weg bestmöglich zu unterstützen.“ 

…uuuund Action!

Bühne frei für exzellente Exposé-Bilder! Die verbesserte integrierte Kamera in FIO Go macht’s möglich und jede Objektbesichtigung zum professionellen Shooting. Seit Kurzem lassen sich mit der App-Kamera mehrere Fotos in Folge aufnehmen, Bildelemente heranzoomen und verschiedene Imagefilter anwenden – und das alles, ohne die Begleitapp zum FIO Webmakler zu verlassen. Perfekt für unterwegs und alle, die smarte Prozesse lieben, um mehr Zeit für das Kundengespräch zu haben.

Minimaler Aufwand: Einfacher legitimieren geht nicht

Und auch der ID-Scan wird mit dem aktuellsten Release maßgeblich vereinfacht: Noch während des Eigentümergesprächs oder der Interessentenbesichtigung können unkompliziert ID-Dokumente gescannt und mit einem Klick direkt, datenschutzkonform in den Webmakler übermittelt werden – sogar offline. Noch einfacher ist Legitimation kaum möglich! Und nicht nur Makler sparen damit Zeit und Aufwand, auch Interessenten und Eigentümer werden damit von der lästigen Pflicht entbunden, ihre Dokumente digital zu übermitteln – Win-win für beide Seiten.

Um sich vom optimierten Prozess zu überzeugen, müssen FIO Go Nutzer lediglich ihre Anmeldung erneuern und den angezeigten QR-Code scannen.

Mobiles Multi-Tool für professionelle Maklerprozesse

FIO Go vereint sämtliche Hilfsmittel zur Erleichterung des Maklerbusiness in einem praktischen, digitalen Multi-Tool für die Hosentasche. Egal, wie und wo Sie ein interessantes Objekt oder ein potenzieller Kunde überrascht – mit FIO Go performen Sie professionell und können zu jeder Zeit von jedem Ort aus effizient Immobilien vermarkten, auch wenn Sie Ihren Rechner nicht dabeihaben.

Wir freuen uns, mit unserem Tool einen Nerv bei unseren Kunden getroffen zu haben. So hat die Sparkasse zu Lübeck AG allein seit 1. Januar 2024 insgesamt 1.400 Homestagings durchgeführt und zählt damit zu unseren Top-10 Nutzern. Grund genug für uns, einmal bei Rodja Koop aus dem Immobilienvertrieb nachzuhorchen, was das Tool so besonders macht.

Welchen Mehrwert bietet Ihnen das KI-Imagetool Homestaging AI im FIO Webmakler?

Zum Einen die Möglichkeit, „schwierige“ Räume in Objekten für den Vermarktungsprozess attraktiver zu gestalten und zum Anderen allgemein Vorstellungen und Gefühle bei Interessenten zu evozieren. Das ist tatsächlich ein toller Aufhänger für das Kundengespräch und bei Besichtigungen. Denn mit der Möglichkeit, Räume mehrfach und in verschiedenen Einrichtungsstilen umzudekorieren, liefert man eine Idee davon, wie das neue Zuhause aussehen könnte, macht Lust darauf, das Kinderzimmer einzurichten oder schürt die Vorfreude auf das neue Badezimmer.

 

Was gefällt Ihnen besonders gut an unserem Feature?

Wir lieben das einfache Handling und dass die Homestagings innerhalb weniger Sekunden zur Verfügung stehen. Ein großer Pluspunkt ist für uns zudem, dass die Ergebnisse unkompliziert sowohl im FIO Webexposé als auch in externen Immobilienportalen eingebunden werden können.

Wie bei den FIO-Lösungen üblich, schätzen wir besonders die medienbruchfreie Nutzung: Alle Funktionen sind vollintegriert im FIO Webmakler und das Hosting der Dienste läuft komplett auf FIO-Servern, somit gehen keine Daten an Dritte.

 

Welches Feedback haben Sie von Ihren Kunden zum Einsatz unseres KI-Tools erhalten?

Das Feedback unserer Immobilieninteressenten war durchweg positiv. In den meisten Gesprächen wollten die Kunden gleich sämtliche Räume des jeweiligen Objektes einmal umdekorieren. Insgesamt nehmen uns unsere Kunden damit als sehr flexibel, kreativ und digitalaffin wahr.

 

Nutzen Sie auch weitere KI-Tools von FIO?

Ja, wir nutzen dankbar alle KI-Imagetools, die unseren Makleralltag vereinfachen. Wir haben auch mit den Features „Himmel ersetzen“ und „Perspektivkorrektur“ sehr gute Erfahrungen gemacht und damit das Bearbeiten von Immobilienfotos bzw. die Erstellung der Webexposés auf ein neues Level gehoben.

In der ersten Ausbaustufe glänzt das neue Exposé vor allem durch folgende Highlights:

  • optimierte Ansichten
  • reduzierter Scroll-Aufwand
  • verbesserter Maklervertragsabschluss
  • mehr Barrierefreiheit

Mehr individueller Gestaltungsfreiraum

Uns war es wichtig, das Exposé designtechnisch aufzuwerten, aber in der ersten Ausbaustufe auch die umgebenden Prozesse zu vereinfachen sowie vorausschauend alle nötigen Vorbereitungen für die Umsetzung der Barrierefreiheit von Produkten und Dienstleistungen zu treffen.“, erklärt Désirée Triemer, UI- / UX-Designerin bei FIO.

Eine der grafischen Optimierungen sei beispielsweise die Möglichkeit, Eckenrundungen von Elementen wie Infoboxen, Buttons oder Zierelementen individuell anzupassen. Das eröffnet FIO-Nutzern völlig neue Gestaltungsspielräume, um das Exposé besser an das eigene Corporate Design anzupassen.

Vereinfachung des Maklervertragsabschlusses

Prozessual sei vor allem der Maklervertragsabschluss hervorzuheben. Désirée Triemer: „Hier ist neben der Variante, in der der Kaufinteressent eine E-Mail erhält und eine Checkbox anklicken muss, eine Download-Option hinzugekommen. Bei dieser Version muss der Kunde den Vertrag aktiv herunterladen. Der Vorteil dabei: Makler können den Vorgang nachvollziehen und erhalten damit gewissermaßen eine Bestätigung darüber, dass der Vertrag tatsächlich beim Kunden angekommen ist.

Natürlich wurde auch das Angebotsverfahren in das FIO Exposé integriert, damit Kaufinteressenten direkt ein Kaufpreisgebot für die Wunschimmobilie abgeben können.

Dank Feedback-Modul weiteren Ausbau mitgestalten

Um unmittelbares Kundenfeedback direkt in den weiteren Ausbau einfließen zu lassen, haben wir ein umfassendes Feedback-Modul in der Betaversion hinterlegt. Die Rückmeldungen, die uns darüber erreichen, sammeln und clustern wir im Backlog, um daraus neue Features zu formen oder etwaige Fehlfunktionen sofort zu beheben. Wir laden deshalb alle Nutzer herzlich ein, uns ihre Anmerkungen und Wünsche zu übermitteln.“, führt die UI- / UX-Designerin aus.

Wer das neue Webexposé bislang nicht kennt, findet die Betaversion innerhalb des jeweiligen Objektes, im Reiter Marketing.

Künftig soll ein modularer Aufbau ermöglichen, noch besser auf Kundenwünsche einzugehen. Hierzu wird das FIO Exposé kontinuierlich weiterentwickelt.

1) Auslesen von Ausweisdaten 

Vorbei die Zeiten, in denen Ihnen Kunden nach dem Termin einen Scan ihres Ausweises per Mail geschickt, Sie diesen abgelegt und persönliche Angaben händisch eingepflegt haben! Das übernimmt nun FIO Go für Sie, denn damit lassen sich Ausweisdokumente unterwegs erfassen sowie auslesen und stehen anschließend automatisch im FIO Webmakler zur Verfügung. Zusätzlicher Vorteil: Das datenschutzrechtlich bedenkliche Zwischenspeichern der Legitimationsdaten entfällt. 

2) Dokumenten-Scan 

Mit FIO Go können Makler unterwegs schnell, unkompliziert und ohne umständliche Medienbrüche Unterlagen digitalisieren und automatisiert in den Webmakler übertragen. Ein echter Mehrwert für Kundengespräche vor Ort oder den Besuch beim Bauamt. Das Scannen von Dokumenten funktioniert auch, wenn keine Internetverbindung besteht. Zusätzlicher Vorteil: Die gescannten Daten müssen nicht lokal zwischengespeichert werden. 

3) Offline-Funktion 

Objekte zu jeder Zeit von jedem Ort aus ohne Internet erfassen – unsere Begleit-App macht’s möglich, denn die mobile Version ist mit dem Nutzerkonto im FIO Webmakler verbunden. Sobald wieder eine Internetverbindung bestehet, werden die Objektentwürfe übermittelt und können in der Maklersoftware anschließend weiterverarbeitet werden. Neben der Erfassung von neuen Objekten kann im Offline-Modus auch auf zuvor in die FIO Go App importierte Objekte zugegriffen werden. 

4) 360 ° – Touren erstellen 

Mithilfe Ihres mobilen Maklerbüros FIO Go lassen sich hochwertige virtuelle Besichtigungstouren erstellen. Hierzu kann die App auf die Panorama-Kamera Ricoh Theta zugreifen und diese steuern, um Panoramabilder eines Objektes zu erstellen. Diese können innerhalb der App zu einer 360 ° Tour weiterverarbeitet und übertragen werden.  

Im FIO Webmakler kann zusätzlich eine Referenztour gekennzeichnet werden, welche anschließend in FIO Go aufrufbar ist und bei Eigentümergesprächen als Argument genutzt werden kann. 

5) Datensicherheit 

Bei uns „cloud“ niemand, denn wir setzen bei FIO Go auf höchste Datensicherheit und hosten unsere Dienste auf FIO-Servern im Hochsicherheitsrechenzentrum in Deutschland. Das bedeutet für Sie: Keine Medienbrüche, keine Drittanbieter und maximale Ausfallsicherheit. 

Falls es tatsächlich noch Makler geben sollte, die unsere App bislang nicht nutzen, dann: Auf die Plätze, FIO Go! 

Ende letzten Jahres haben wir unsere Software und unseren Service erneut auf den Prüfstand gestellt und im Rahmen unserer Zufriedenheitsbefragung um Feedback gebeten. Die Ergebnisse liegen nun vor und können sich mehr als sehen lassen. 

Mehr Feedback: Teilnahmequote im Vergleich zum Vorjahr erhöht 

Erfreulicherweise haben uns in der aktuellen Umfrage deutlich mehr Kunden ihr Feedback übermittelt als 2022. Herzlichen Dank für die rege Beteiligung – direktes Kundenfeedback ist Gold wert für unser Qualitätsmanagement und die Weiterentwicklung unserer Leistungen! Am aktivsten an der Umfrage teilgenommen haben dabei Anwender mit der Rolle „Immobilienmakler“ und Nutzer aus Unternehmen mittlerer Größe (4 – 10 Immobilienmakler). Insgesamt haben wir die meisten Bewertungen von Sparkassen erhalten. 

Anhaltender Aufwärtstrend: Net Promoter Score erneut gestiegen 

Die Antwort auf die Frage aller Fragen – Würden unsere Kunden uns weiterempfehlen? – lautet: Ja, sie würden! Denn trotz schwierigem Marktumfeld konnten wir auch in diesem Jahr einen sehr guten Net Promoter Score (NPS) erzielen und den Wert im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht steigern. Vor allem im Bereich der Volks- und Raiffeisenbanken ist die Bereitschaft, den FIO Webmakler weiterzuempfehlen, signifikant gestiegen. 

Toller Service: Support bleibt am besten bewertete Kategorie 

Wie im Vorjahr loben unsere Kunden vor allem den tollen Support rund um den FIO Webmakler. Die höchste Zufriedenheit konnte hier erneut im Bereich „Freundlichkeit der Mitarbeiter“ gemessen werden. Wir freuen uns sehr darüber, dass sich unsere Kunden so gut betreut fühlen und danken unserem Team für die fantastische Leistung.  

Auf direktem Weg: Vom Umfragetool in die Produktentwicklung 

Auch Funktionsumfang, Bedienbarkeit und Performance des FIO Webmaklers überzeugen die Kunden mehrheitlich. Neben spezifischen Fragen zu den einzelnen Kategorien konnten die Teilnehmer innerhalb eines Freitextfeldes auch Wünsche und Verbesserungsvorschläge übermitteln. „Wir nehmen das Kundenfeedback sehr ernst und haben uns den wiederkehrenden Wünschen nach mehr Automatisierung, weiteren Bildbearbeitungsmöglichkeiten und der Optimierung des Moduls Preiseinschätzung direkt angenommen. Hier liefern wir unseren Kunden im Laufe des Jahres konkrete Mehrwerte.“, meint Ronny Stelzig, CPO von FIO.  

Herzlich willkommen im Team FIO, lieber Niclas. Du bereicherst seit 1. Januar unser Team. Stell dich einmal kurz in drei Sätzen vor.

Oh, in drei Sätzen… Haha, das war schon einer davon 😉

Hallo, ich bin Niclas, neuer CSO bei FIO. Ich bin 47 Jahre alt, wohne mit meiner Frau und meiner Tochter in Köln Ehrenfeld und freue mich, bei euch zu sein.

 

Du blickst bereits auf ein stations- und projektreiches Arbeitsleben und warst in den letzten Jahren sehr aktiv im FIO Mutterkonzern Hypoport SE bzw. bei der FIO Schwester Genopace. Wie hat es dich nun zu FIO verschlagen?

Ich kenne FIO bereits seit mehr als fünf Jahren aus verschiedenen Projekten – sowohl die Kollegen als auch den Webmakler. In den vergangenen beiden Jahren haben wir ein großes Projekt gemeinsam mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall, AMPR Digital, Baufinex und Genopace umgesetzt. Ziel des Projektes war es, die Kundenreise des Verbrauchers so sicher und einfach wie möglich zu machen. Dazu hat Baufinex den sogenannten “virtuellen Schreibtisch geschaffen, der Makler, Finanzierer und Verbraucher verbindet. Die Daten und die Kommunikation aus allen drei Welten laufen hier zusammen.  In meiner neuen Position bei FIO freue ich mich nun ganz besonders darauf, mich intensiv mit der Rolle des Immobilienmaklers zu beschäftigen und neue Mehrwerte entlang der Kundenreise Immobilie zu kreieren.

 

Für deine neue Rolle hast du dir vor allem mehr „Blau-Orange-Power“ für den FIO Webmakler auf die Fahne geschrieben. Wie sieht deine Strategie konkret aus, um FIO in der Genowelt bekannter zu machen?

FIO ist erfreulicherweise bereits sehr bekannt bei den Volks- und Raiffeisenbanken, so dass wir schon heute eine Vielzahl von Kunden in der Genossenschaftlichen FinanzGruppe betreuen dürfen. Natürlich möchte ich die Bekanntheit des Webmaklers weiter steigern und FIO noch tiefer in die GenoWelt integrieren. Dazu setze ich auf vier wesentliche Faktoren:

  1. Mein großes Netzwerk, das ich mir in den letzten 25 Jahren aufbauen konnte
  2. Kooperationen mit unseren Verbundpartnern und den Unternehmen von Hypoport
  3. Gemeinsame Projekte und Innovationen, um die Wertschöpfungskette rund um die Immobilie zu erweitern
  4. Die konsequente Weiterentwicklung des Webmaklers auf die Bedürfnisse der Immobilienmakler in der genossenschaftlichen FinanzGruppe

 

Du wirst von Kollegen und Mitstreitern als sehr innovativer Geist beschrieben und unser Vorstand Nicolas Schulmann attestiert dir „Vertrieb in der DNA“. Was ist das ausgefallenste Produkt, dass du in deiner Karriere jemals mit entwickelt und erfolgreich an den Kunden gebracht hast?

Das ausgefallenste Produkt, das ich jemals mit auf den Weg bringen durfte, ist zweifelsohne LeadSmart für die Hypoporttochter Ampr. Hierbei handelt es sich um einen Marktplatz für Beratung, der Verbraucher, Finanzierer und Immobilienmakler zusammenbringt. In rund zweieinhalb Jahren durfte ich im Rahmen eines großen Verbundprojektes die komplette Reise von der bloßen Idee, über die Entwicklung des MVP (Minimal Viable Product) bis hin zur Pilotierung bei den Volks- und Raiffeisenbanken begleiten. Es war ein langer und verrückter Ritt, der viel Zeit, Fleiß, Schweiß und Herzblut beansprucht hat und von dem ich keine Minute missen möchte.

 

Was macht deiner Meinung nach grundsätzlich einen guten Vertriebler bzw. Salesmanager aus?

Auf jeden Fall die Fähigkeit, zuhören zu können, um zu verstehen, was das Gegenüber braucht. Ganz wichtig ist natürlich auch ein starkes Produkt und das Beherrschen der Basics. Mit Basics meine ich dabei: Zuverlässig und pünktlich sein und Sachen zu liefern, die zugesagt worden sind. Damit kommt man seinem Ziel schon ein ganzes Stück näher.

 

Was sind deiner Meinung nach aktuell die größten Herausforderungen im modernen B2B-Vertrieb – speziell im Bereich Immobilien & Finanzen? Und warum?

Aktuell laufen bei den Immobilienmaklern die Schaufenster voll. Die größte Herausforderung besteht darin, passende Kaufinteressenten für die Objekte zu finden. Auf der anderen Seite stehen die Käufer, die mehr Unterstützung und Orientierung im Prozess einfordern als noch vor zwei Jahren. Sie wünschen sich einen zuverlässigen Makler, der sie mit auf die Kundenreise nimmt und durch den Prozess führt. Die Verbraucher mussten sich in den letzten Monaten auf höhere Zinsen einstellen, bei nur moderat fallenden Kaufpreisen und gestiegenen Baukosten.

Mit der Verbindung der Systeme von Maklern und Finanzierern und der intelligenten Einbindung des Finanzierungschecks für Verbraucher schaffen wir viel Sicherheit im Prozess.

 

Wenn du die Wahl hast, Zeit und Lokalität für ein erstes Kennenlernen zu bestimmen, wie sähe für dich das perfekte Businessdate mit einem potenziellen neuen Kunden aus?

Wenn ich wählen darf, bin ich am liebsten direkt beim Kunden in dessen Räumlichkeiten. Dort bekomme ich einfach das beste Bild von den Menschen, ihren Bedürfnissen, den internen Prozessen usw. und kann eine persönliche Beziehung aufbauen. Als guter Kundenbetreuer muss man das Geschäft des Gegenübers in allen Facetten verstehen können, um passende Angebote und Lösungen zu entwickeln. Das geht meiner Meinung nach am besten vor Ort.

 

Wenn du nicht gerade Genossenschaftsbanken besuchst oder mit deinem Team Strategien und Kooperationen austüftelst, wo trifft man dich dann am ehesten?

Dann findet ihr mich bestimmt mit meiner Familie im Veedel oder beim Sport (Anm. d. Red.: Kölner bezeichnen die einzelnen Stadtviertel liebevoll als „Veedel“). Familie und Bewegung laden meine Akkus wieder auf und erden mich für den ganz normalen Alltagswahnsinn.

Was gilt es im Makleralltag zu beachten? Welche Unsicherheiten nehmen Sie aktuell bei Ihren Kunden in Bezug auf sanierungsbedürftige Objekte wahr? Welche Fördermöglichkeiten stehen Ihnen zur Verfügung? Und welche Unterstützung wünschen Sie sich von FIO zum großen Themenfeld Modernisierung? Diese und weitere Fragen diskutieren wir gemeinsam mit Ihnen wie gewohnt bei einer guten Tasse Kaffee.

An diesen Modernisierungstrends kommt kein Makler vorbei

Das Thema Modernisierung ist brandaktueller denn je. Es gibt derzeit kaum einen Termin, bei dem ich mit unseren Kunden nicht auf verschiedene Fragen zu Sanierung oder Fördermöglichkeiten zu sprechen komme.“, meint der diesmalige FIO Brunch Host und Mitmoderator Guido Hannowsky und ergänzt: „Wir beschäftigen uns bei FIO schon eine ganze Weile damit, wie wir die Webmakler-Nutzer noch besser bei diesem komplexen Thema begleiten können – z.B. mit Fachwebinaren, schnellerem digitalen Zugriff auf Energieausweise, den Zugang zu hilfreichen Marktdaten o.ä. Ich selbst habe mich in diesem Zusammenhang im letzten Jahr bereits zum zertifizierten Modernisierungsberater beim BVGeM weiterqualifiziert und freue mich sehr darauf, mit den Teilnehmern über mögliche zusätzliche Angebote bzw. Softwareanpassungen zu diskutieren.“

Unterstützung erhält er dabei von Ronald Meyer vom Ingenieurbüro für energieeffiziente Gebäude, der in seinem Impulsvortrag die gesetzlichen Änderungen seit 1. Januar beleuchtet. IVD-Vizepräsident und Geschäftsführer von „die immobilie“, Robert Vesely sowie Gebäude-Energieberater der S-Immobilien-Rhein Neckar Nord, Joachim Paul bzw. der Vertriebsleiter der LBSI Schleswig-Holstein, Torsten Föh steuern wertvolle Einblicke in die Beratungspraxis bei und unterstützen mit hilfreichen Impulsen zur Umsetzung.

Sollten Sie bislang noch nicht angemeldet sein, sichern Sie sich jetzt kostenfrei Ihren Platz und Fachwissen und stellen unseren Experten am 8. Februar alle Fragen über Modernisierung, die Ihnen unter den Nägeln brennen. Wir freuen uns auf Sie!

 

Hier kostenfrei anmelden!

Wieso haben Sie sich für den Einsatz des Angebotsverfahrens entschieden? 

Schon bevor FIO das Verfahren in den Webmakler integrierte, nutzten wir in unserem Betrieb eine Art geschlossenes Bieterverfahren, aber das auf manuellem Weg. Das wir nun die Online-Lösung von FIO ausprobieren, war also der nächste logische Schritt.  

Kam es bisher beim Ablauf zu Problemen? 

Nein, auf der technischen Seite lief alles glatt. Besonders praktisch ist für uns, dass das Angebotsverfahren direkt im Webmakler integriert ist und kein Drittsystem notwendig ist.  

Auf Seiten der Kaufinteressenten kam es lediglich schon mal zu Fragen, warum diese für das Verfahren erst freigeschaltet werden müssen. Doch nach der Erklärung, dass es da z. B. um die Klärung des Finanzierungsrahmens u. ä. geht, wurde das meist sehr unkritisch gesehen. 

Nutzten Sie bisher das geschlossene oder das offene Verfahren? 

Beide Varianten haben ja Vor- und Nachteile, sodass wir individuell je nach Immobilie entscheiden, welches Verfahren wir für sinnvoller halten. Im Anschluss stellen wir der Verkäuferseite beide Herangehensweisen vor und sprechen unsere Empfehlung aus – wobei der Kunde natürlich immer das letzte Wort hat.  

Gerade in der aktuellen schwierigen Marktsituation – konnte Ihnen das Angebotsverfahren trotzdem helfen? 

Ja, denn so manche Verkäufer wollen noch nicht von den hohen Verkaufspreisen vor dem Zinsanstieg runter. Durch unsere Expertise versuchen wir den Verkäufern dann einen realistischeren Verkaufspreis zu vermitteln. Die tatsächlichen Gebote der Teilnehmer untermauern dies und zeigen den Verkäufen sozusagen schwarz auf weiß, was der Marktpreis ist.  

Dann gibt es noch Immobilien, die z. B. aufgrund ihrer Lage, ihrer Besonderheit oder des Preises immer noch eine hohe Nachfrage haben. Hier sind wir mit der Strategie, nicht 120 % erzielen zu wollen, ganz gut gefahren. Das heißt wir haben einen Basispreis angesetzt und die Teilnehmer dann bieten lassen. Natürlich kann es dann sein, dass nichts über dem Basispreis geboten wird, aber das habe ich bisher nicht erlebt. Und letztlich kann der Verkäufer am Ende ja immer noch frei entscheiden, ob und an wen die Immobilie verkauft wird. 

Aus ganz Deutschland reisten Vertreter von insgesamt 30 verschiedenen Instituten und Häusern an, um das erstmals vor Ort ausgerichtete Event mitzuerleben und ihre Ansprechpartner bei FIO persönlich kennenzulernen. Den weitesten Weg nahm dabei unser Hauptact – die Futurologin Oona Horx Strathern – auf sich, die von Österreich aus nach Leipzig reiste.

Von Popcorn-Sneakpreview bis Maklerrecht mit Koffeinkick

„Nach den langen pandemiebedingten Veranstaltungsrestriktionen war es uns ein wahres Fest, unsere Kunden endlich in großer Runde vor und in der zauberhaften Kulisse unseres FIO-Schlosses begrüßen zu dürfen. Unsere Kunden haben das offenbar ähnlich empfunden, denn unsere Redner sprachen vor ausverkauftem Publikum“, freut sich FIO-Veranstaltungsmanagerin Cornelia Mokosch, die an diesem Tag auch als Moderatorin kurzweilig durch das Programm führte.

Dabei hatte sich FIO eine ganze Menge für den Tag ausgedacht. So wurde beispielsweise die kinoreife Sneak-Preview von CPO Ronny Stelzig, in der er die geplanten Softwareneuerungen für 2024 – wie weitere KI-Unterstützung für Text und Bild oder offene Partnerschnittstellen – ankündigte, mit Popcorn für die Teilnehmer versüßt. Für die von Sven Johns vorgestellten Rechtsfragen rund um die Verwendung von KI-Bildmaterial in der Immobilienwirtschaft schärften leckere Koffeinkekse, die unter jedem Sitz der Teilnehmer angebracht waren, die Aufmerksamkeit. Aber auch außerhalb des Konferenzsaals gab es mit den FIO-Info-Ständen viel zu entdecken und mit dem Self(i)-Service eine tolle Anlaufstelle für Networking und Austausch.

Kundensupport „zum Anfassen“

„Mich hat es außerordentlich gefreut, dass so viele bekannte Gesichter unserer Einladung gefolgt sind und wir im Schloss Gespräche und Ideen mit unseren Kunden vertiefen konnten“, meint der Direktor Immobilien für die Sparkassen Finanz-Gruppe Guido Hannowsky und ergänzt: „Mich hat im Nachgang viel positives Feedback zum reibungslosen und unterhaltsamen Ablauf von unseren Partnern erreicht. Besonders gelobt wurde dabei die Möglichkeit, mit den verschiedenen Teams – wie Support, Projekt, Campus aber auch den Product Ownern – in den direkten Austausch zu gehen. Klar, wann hat man sonst schon die Chance, sich seine konkreten Anwenderfragen 1:1 vom Fachmann beantworten zu lassen? Martin Heinichen und Hannes Zwillus gebührt hier großes Lob für ihren Einsatz.“

Wissen ist Macht und nichts wissen, macht sehr viel…

Nach seinem ganz persönlichen Highlight des Tages befragt, antwortet der FIO Sales-Leiter für den Genosektor und Co-Moderator Christoph Glatho: „Ich fand den Vortrag von Robert Vesely sehr mitreißend. Der Vizepräsident des IVD hat das Publikum rhetorisch aber auch mit seinen überraschenden Thesen in den Bann gezogen – z.B. dass nur rund 70 % der derzeit aktiven Immobilienmakler auch nächstes Jahr noch aktiv sein werden oder, dass Makler sowohl in gute Technik als auch in Wissen und Social Media Skills investieren müssen, um bei der heranwachsenden Generation von Immobilieninteressenten bestehen zu können.“

Auch Guido Hannowsky zieht eine ähnliche Erkenntnis aus dem Tag: „Für Makler ist es unabdingbar, ihren Kunden immer wieder bewusst zu machen, dass sie ausgewiesene Experten sind und mit zahlreichen Zusatzservices den Prozess des Immobilien(ver)kaufs sinnvoll begleiten können. Michael Mücke hat es in seinem Vortrag treffend als „People Business“ bezeichnet, denn der Makler betreut keine Immobilien, sondern Menschen und dafür braucht er Know-how – über Prozessvereinfachung, Kooperationspartner, KI-Tools, rechtliche Rahmenbedingungen uvm. Mit Campus Live wollen wir unseren Kunden genau dieses Zusatzwissen kompakt vermitteln.“

Save the date: 24. Oktober 2024

Und da nach dem FIO Campus live bekanntlich vor dem FIO Campus live ist, ergibt sich die nächste Möglichkeit für kompaktes Makler(zusatz)wissen am 24. Oktober 2024. „Und da wir gern noch mehr Kunden unsere Inhalte zugänglich machen möchten, denken wir für die nächste Ausgabe noch ein bisschen größer und ziehen an einen neuen Veranstaltungsort. Mehr Informationen dazu teilen wir schon bald. Es schadet aber mit Sicherheit nichts, sich schon heute das Datum im Kalender zu markieren“, findet Cornelia Mokosch.

Denn auch der potenzielle Immobilienkäufer interessiert sich nicht für bloßes Mauerwerk und nutzbare Grundflächen, sondern vielmehr für die Summe an Möglichkeiten, die die Vierwände mit Sinn und Leben füllen. So werden Gebäude zum krönenden Rahmen für wahre Liebesgeschichten, bieten Häuser den nötigen Raum für Abenteuer und große Ideen, verbinden, schützen, inspirieren und vieles mehr. Aber wie lassen sich diese Möglichkeiten im Vermarktungsprozess abbilden? Wie appellieren Makler erfolgreich an die Emotionen der Interessenten?

Mit „Homestaging AI“ hat FIO das KI-Feature des Jahres gelauncht und eine Möglichkeit für grandioses Storytelling im Immobilien-Exposé geschaffen.

Vom stillen Örtchen zur stilvollen Wohlfühloase

Stellen Sie sich vor, Sie als Makler haben eine Immobilie im Portfolio, die kaum Wünsche offenlässt: Große, helle Zimmer, beliebte Lage, moderne Ausstattung, passabler Preis. Fast perfekt, wäre da nicht dieser eine Raum mit wenig Licht, ungünstigem Schnitt oder ungewöhnlicher Ausstattung… Mit Homestaging AI gehört dieses Problem der Vergangenheit an. Denn mit dem neuen KI-Imagetool von FIO können Räume virtuell neu eingerichtet und damit völlig neue Ambiente kreiert werden.

 

Neues Ambiente in wenigen Sekunden

Mithilfe von künstlicher Intelligenz werden die neuen Rauminhalte auf Basis der vorhandenen realen Raumstruktur (Wände, Fenster etc.) geschaffen – und das innerhalb von wenigen Sekunden. Der entsprechende Raum kann dabei in verschiedenen Stilen und mehrfach nacheinander umdekoriert werden. Die dadurch entstehenden Bilder lassen sich unkompliziert in das FIO-Webexposé integrieren, für die Verwendung in Immobilienportalen oder zur Dokumentenerstellung freigegeben sowie hervorragend im Kundengespräch einsetzen, um Interessenten ihr mögliches neues Zuhause schmackhaft zu machen.

All das geschieht natürlich wie immer unter höchsten Datenschutzvorkehrungen. So hosten wir unsere Server in Hochsicherheitszentren in Deutschland und bieten unsere KI-basierten Funktionen vollintegriert im FIO Webmakler an, so dass nicht auf externe Dienste oder Systeme zugegriffen werden muss.

Von Scandi Style bis Shabby Chic: Jetzt kostenfrei virtuell Möbel rücken

Zum Start der Pilotphase können Räume im skandinavischen und modernen Stil neu möbliert werden. Weitere Einrichtungsstile sowie die “Wasserzeichenfunktion” sind zudem in Arbeit.

Um mit dem virtuellen Möbelrücken zu beginnen, müssen Webmakler-Nutzer nichts weiter tun, als das gewünschte Raumbild zu öffnen, über das Zauberstab-Icon in der linken Menüleiste die intelligente Bildbearbeitung zu starten und zum Homestaging zu navigieren. Danach öffnet sich die Raumliste, aus der der gewünschte Einrichtungsstil – in Kürze stehen noch weitere Optionen zur Verfügung – ausgewählt werden kann. Mit Klick auf den Button „Umdekorieren“ wird das Bild im Handumdrehen umgestaltet und eine völlig neue Raumatmosphäre geschaffen. Mit dem integrierten Vorher- / Nachher-Schieber können Makler die ästhetische Verbesserung dokumentieren und sorgen im Kundengespräch für den Wow-Effekt.

KI-Strategie trägt auch 2024 weitere Früchte

Homestaging AI ist nach „Himmel ersetzen“ und der „Perspektivkorrektur“ das dritte KI-Image-Tool, das in diesem Jahr gelauncht wird und einen weiteren Meilenstein in der KI-Strategie von FIO darstellt. Auch im nächsten Jahr geht die Reise weiter und können sich FIO-Kunden auf intelligente Features im Webmakler freuen, mit denen tägliche Makler-Prozesse KI-gestützt optimiert und vereinfacht werden.

Unter dem Kontaktregister „Vertragsdaten“ im Bereich „Legitimationsdaten“ lässt sich das gewünschte Dokument auswählen und der Scan mit Klick auf den Button „Ausweis auslesen“ starten. Dabei werden insgesamt 9 Informationsfelder ausgelesen und direkt in die dafür vorgesehenen Informationsfelder im Webmakler übertragen:

  • Nummer
  • Ausstellende Behörde
  • Ausstellungsdatum
  • Gültig bis
  • Staatsangehörigkeit
  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Geburtsname
  • Weitere Vornamen

Die automatische Datenauslese und -übertragung ist ein weiterer essenzieller Baustein, um Maklerprozesse effizient zu verschlanken, denn damit entfällt das umständliche manuelle Eintragen. Mit Aktivierung der Checkbox „Hiermit bestätige ich die Richtigkeit der Angaben“ werden die Ausweisdaten final übernommen.

Reduzierung der Fehlerquote und Zuordnungserleichterung

Besonders hilfreich ist in diesem Zusammenhang auch der automatische Fehlerabgleich. So wird der im Legitimationsprozess händisch hinterlegte Vor- und Nachname während des Scans mit den Ausweisdaten abgeglichen. Bei nicht Übereinstimmung – z.B. durch Tipp- oder Zuordnungsfehler – erscheint ein Warnhinweis.

Ausweis-Scan to go

Natürlich steht unseren FIO-Kunden der Scan-Prozess auch in der FIO Go App zur Verfügung. Dazu einfach App und Menüauswahl öffnen und den Menüpunkt „Legitimation“ auswählen.

Nach initialem Download bzw. Update des Ausweis-Scan-Moduls lässt sich der Vorgang starten und ein ID-Scan für Webmakler-Kontakte über ein mobiles Zweitgerät durchführen. Hierfür wird in der Web-App für den jeweiligen Kontakt ein QR-Code erzeugt, der mit dem mobilen Zweitgerät gescannt werden kann.

 Prio-Thema Datenschutz

Über den Button „Dokument scannen“ startet der Ausweis-Scan mittels FIO Go App. Dabei werden die Standarddokumente automatisch zugeschnitten und alle erkennbaren Daten ausgelesen. Im Anschluss können die Daten überprüft und falls notwendig manuell korrigiert werden. Mit Klick auf das Häkchen rechts oben und den Button „Fertig“ ist der Vorgang abgeschlossen und alle Daten sind automatisch im FIO Webmakler abrufbar.

Um dem Thema Datenschutz höchste Priorität einzuräumen, werden sämtliche Legitimationsdaten auf dem mobilen Zweitgerät jeweils nur bis zum Zeitpunkt der Übertragung vorgehalten. Zu keinem Zeitpunkt werden die gescannten Dokumente sowie Personendaten direkt in der FIO Go App gespeichert. Die verwendete Schnittstelle zum Auslesen der Daten wird direkt bei FIO gehostet, somit werden keine personenbezogenen Daten an fremde Server übertragen.

„All you can Scan“ – Dokumente digitalisieren mit FIO Go

Übrigens können auch alle anderen in Papierform vorliegenden Dokumente von Grundriss über Energieausweis bis zu Gutachten ganz einfach mithilfe der FIO Go App digitalisiert werden. Dazu über das gewünschte Objekt in den Bereich „Dateien“ navigieren, mit dem Plussymbol das Feld „Dokument scannen“ auswählen und Seite für Seite scannen. Nach Abschluss des Prozesses werden alle Dokumente im FIO Webmakler synchronisiert.

Um Dokumente zu scannen wird keine Internetverbindung benötigt.

Der optionale ID- und Dokumenten-Scan steht Ihnen bis zum 31.12.2023 für eine kostenfreie Testphase zur Verfügung.

Wir haben mit UI-/UX-Designerin Désirée Triemer über Möglichkeiten und Grenzen von UX-Design gesprochen und ihr u.a. bei den Themen Inspiration, Methodik und KI auf den Zahn gefühlt.

 

Liebe Desi, definiere für uns UX-Design in drei einfachen Sätzen.

UX-Design befasst sich mit der Kreation eines bestmöglichen Nutzerlebnisses. D.h., es geht darum, Anwendungen und Oberflächen zu schaffen, die der User gern nutzt, die er intuitiv und ohne Erklärungen bedienen kann und die sowohl seine Emotionen ansprechen als auch seine Bedürfnisse befriedigen. UX-Design umfasst dabei alle Aspekte, die bei der Neuentwicklung oder Optimierung von Anwendungen eine Rolle spielen – z.B. Analyse und Research.

 

Im Gegensatz zu haptischen Produkten kann man digitale Produkte nicht anfassen, riechen oder schmecken. Wie schafft man es mit UX-Design dennoch die Emotionen der User zu wecken?

Da gibt es ganz verschiedene Möglichkeiten, z.B. Bildsprache, Farbgebung oder Gamification. Welche Methode dabei zum Einsatz kommt, hängt stark vom jeweiligen Produkt oder der Dienstleistung ab. Die entsprechende Zielgruppe muss einfach abgeholt werden. Greifen wir mal das Beispiel Gamification heraus. Im Jahr 2014 hat Google mit dem Pixel T-Rex einen riesigen Coup in Sachen User-Experience gelandet. Die simple Idee: Anstelle eines leeren Bildschirms mit einer Fehlermeldung erscheint ein einfaches Jump’n’Run mit monochromer Grafik, sobald kein Internet verfügbar ist. Statt sich also über die fehlende Verbindung zu ärgern, kann der Chrome-User die Zeit überbrücken, indem er einen verpixelten Dino durch die Wüste führt und verschiedene Lebewesen überspringen, unterwandern oder ihnen ausweichen muss. Einfach und doch so großartig!

 

Wie näherst du dich als UX-Designerin methodisch einem neuen Projekt?

An erster Stelle steht immer das Evaluieren von Problemen, die der Auftraggeber lösen will. Ich muss im Projekt-Kickoff oder Kundentermin zunächst einmal verstehen, wo der Schuh drückt, um Lösungsansätze zu erarbeiten. Anschließend folgt eine – je nach Zeit- und Budgetrahmen mehr oder weniger ausführliche – Researchphase. Hier nutze ich u.a. die Möglichkeit, mit Kunden oder Usern ins Gespräch zu gehen, verwende Interviews oder qualitative Umfragen. Basierend auf den daraus gewonnenen Ergebnissen erstelle ich erste Designs, die iterativ den Stakeholdern und Auftraggebern vorgestellt werden. Nun wird gemeinsam abgewogen, was die beste Version für die Zielgruppe ist. Oft unterscheidet sich dabei der persönliche Geschmack deutlich vom erlernten Verhalten oder Bedürfnissen der Zielgruppe. Ich kann es beispielsweise rein ästhetisch deutlich attraktiver finden, den „Schließen Button“ links oben anzuordnen. Wenn die Mehrheit der Nutzer in Windows – bei einzelnen Anwendungen aber auch in Mac – gewohnt ist, dass sich der Button rechts oben befindet, ist die beste Anordnungsversion für die Zielgruppe eben rechts oben.
Das ist übrigens auch eine der größten Herausforderungen im Bereich UX-Design: Zwischen persönlichem Empfinden und tatsächlichen Erfahrungen zu unterscheiden.

 

Wann ist die User-Experience gut und wie lässt sich das überhaupt messen?

Ein gutes Nutzererlebnis zeichnet sich ganz klar dadurch aus, dass ich eine Anwendung problemlos bedienen kann, ohne darüber nachdenken zu müssen oder vorab eine Bedienungsanleitung zu lesen.

Das Thema Messbarkeit hingegen ist oftmals nicht ganz so klar. Es existieren zwar verschiedene Tools und auch Frameworks, welche eine Sammlung von UX-Skalen beinhalten, mit denen es möglich ist, auf die Erfordernisse des zu evaluierenden Produkts einzugehen und einen passenden Fragebogen zu erstellen. Diese Ergebnisse liefern auch vergleichbare Kennzahlen sowie die Einordnung anhand einer Gewichtung der abgefragten Aspekte. Das heißt, Messbarkeit ist gegeben, bleibt gleichsam aber auch vage, da zum Vergleich immer dieselben Personen befragt werden müssten und die Bewertung zudem auf einer persönlichen Einschätzung beruht. Ein richtig oder falsch im mathematischen Sinne gibt es also nicht. Anders sieht es beim Thema Barrierefreiheit von Webseiten und Anwendungen aus. Hier lässt sich die User-Experience eindeutig messen.

 

UX-Design ist teilweise sehr buzzword-lastig. Was sind deiner Meinung nach die schlimmsten Schlagworte und warum?

Das ist eine gute Frage, denn leider kommt es im Austausch zwischen UX-Designern, Product Ownern und Produktentwicklern immer wieder vor, dass die Beteiligten aneinander vorbeikommunizieren. Ein Beispiel: UX-Design bedient sich verschiedenen grafischen Darstellungsmöglichkeiten – je nach Kundenanforderung und Workload. Leider werden die verschiedenen Begrifflichkeiten wie Screens, Sketches, Wireframes, Mockups, Clickdummies oder auch Prototypen oftmals synonym benutzt, obwohl sie nicht dasselbe meinen und unterschiedliche Aufwände dahinterstehen. Das sorgt immer wieder für Frustration.
Für mich persönlich sind auch Aussagen wie „Mir gefällt das hier besser“ oder „Ich finde diese Version schöner“ ganz besonders schlimm. Denn genau darum geht es ja im UX-Design eben nicht – um die eigene Meinung, sondern um bestmögliche Usability.

 

Warum spielt Design-Thinking in Unternehmen eine wichtige Rolle und von welchen Unternehmensbereichen wünschst du dir mehr Awareness für UX-Design?

Design-Thinking ist gerade im digitalen Bereich so wichtig, weil die Belange der Nutzer wahrgenommen und berücksichtigt werden müssen. Es spielt eine bedeutende Rolle, dass nicht nur der Service, sondern vor allem das Produkt selbst direkt auf die Zielgruppe zugeschnitten ist. Es ist eine einfache und plakative Tatsache, dass eine Anwendung nicht genutzt wird, wenn das UX-Design schlecht ist – es sei denn, es gibt keine andere Alternative. Sobald Mitbewerber smartere Nutzererlebnisse bieten, ist das eigene Produkt nicht mehr wettbewerbsfähig. Deshalb muss Awareness vor allem in der Geschäftsleitung vorhanden sein.

 

Was inspiriert dich bei deiner Arbeit?

Das ist je nach Projekt unterschiedlich. Oft stelle ich mir die Frage: Wo habe ich ein ähnliches Problem schon einmal gesehen? Wer hat einen vergleichbaren Prozess bereits digital umgesetzt? Manchmal lässt man sich von Branchenkollegen inspirieren, manchmal liefern aber auch interessante Menschen, die mit der eigenen Branche zwar gar nichts zu tun haben, mich aber durch ihre Persönlichkeit beeindrucken, hilfreiche Impulse. Und ganz, ganz oft ist die beste Inspiration laute Musik – z.B. von Deichkind.

 

Wie challengst du deine Entwürfe?

Indem ich versuche, eine andere Perspektive einzunehmen und mir auch mal Feedback außerhalb der Zielgruppe einhole. Natürlich frage ich meine Kollegen aus dem Design-Circle um Rat, aber auch andere Personen, die mir weitere Blickwinkel eröffnen. Mein Kollege Andreas Tischer aus dem Backend-Team – um mal einen besonderen Sparringspartner zu benennen – betrachtet die Dinge beispielsweise in ganz besonderem Licht und hat immer wertvolle Ratschläge. Das hilft mir enorm.

 

Kannst du ein konkretes Beispiel für eine besonders gelungene User-Experience nennen und begründen?

Da fällt mir sofort Airbnb ein. Hier trifft intelligenter Aufbau eine coole Optik und tolle Angebote. Es macht einfach richtig Spaß, sich durch die Anwendung zu klicken. Besonders gelungen finde ich hier auch die eigene Library „Lotti“, die After Effects Animationen in Echtzeit rendert. Damit können Animationen z.B. einfacher in Apps abgespielt werden.

 

Was ist deiner Meinung nach ein besonders schlechtes Beispiel und warum?

Definitiv die App „Leipzig Move“ von den Leipziger Verkehrsbetrieben. Dort sind einige Prozesse nicht gut aufeinander abgestimmt. Ein Beispiel: Man möchte vom aktuellen Standort aus ans Ziel XY reisen und gibt dafür im Feld „Ziel“ die Wunschdestination ein. Statt als Endpunkt wird das eingegebene Ziel jedoch als Startpunkt übernommen. Das nervt gewaltig. Auch an einigen anderen Stellen der Applikation muss man unnötige Klicks tätigen, um an die gewünschte Information zu gelangen. Da ist UX-technisch deutlich Luft nach oben.

 

Wo siehst du die Zukunft von UX-Design oder anders gefragt – kann KI auch UX?

Tatsächlich liefert KI Stand heute schon einen gelungenen „ersten Aufschlag“ für Projekte, zum Beispiel erste Designs. Aber KI kann – zumindest zum aktuellen Zeitpunkt – menschliches UX-Design nicht ersetzen. Warum? Weil UX-Design von Emotionalität und Beobachtung lebt. Es ist derzeit nur schwer möglich, individuelle Prozesse digital zu adaptieren, u.a. weil die detaillierten Prozessbeschreibungen dafür noch fehlen und Unternehmen nicht immer imstande sind, die sehr abstrakten Briefings zu erstellen.

 

Du hast mittlerweile viele Jahre Berufserfahrung gesammelt und schaust auf eine Vielzahl erfolgreich abgeschlossener Projekte zurück. Was würdest du mit deinem heutigen Erfahrungsstand der Berufsanfängerin Desi mit auf den Weg geben?

Vertritt deinen eigenen Standpunkt und belege ihn fachlich! Es war ein großer Lernprozess für mich, mich nicht von den persönlichen Meinungen der Stakeholder beeinflussen zu lassen. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt für alle Berufsanfänger in dem Metier: Bei UX-Design geht es nicht um die persönliche Meinung zu ästhetischen Fragestellungen, sondern um das Wissen über Nutzererwartungen und ausgewertetes Nutzerverhalten.