Treuhandkonto

Das Treuhandkonto in der Immobilienwirtschaft

Das Treuhandkonto spielt eine wichtige Rolle in der Immobilienwirtschaft. Mieter und Vermieter nutzen es, um darauf die Mietkaution zu verwahren. Auch bei Wohnungseigentümergenossenschaften (WEG) sowie bei Insolvenzverwaltern oder Kirchen kommt es zum Einsatz. Bei FIO erfahren Sie mehr.

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Definition: Was ist ein Treuhandkonto?

Bei einem Treuhandkonto sind Eigentümer der Geldeinlagen und Verwalter des Kontos zwei verschiedene Personen. Das Geld gehört dem Treugeber. Das Konto verwaltet der Treuhänder. Der Treuhänder ist damit auch Kontoinhaber und hat allein Zugriff auf das Geld. Der Treugeber darf hingegen nicht darüber verfügen, ihm stehen lediglich die Zinsen zu. Auch die Steuern darauf entrichtet der Treugeber.

Es gibt verschiedene Modelle des Treuhandkontos:

  • das offene Treuhandkonto: Es weist den Sachverhalt „Treuhandkonto“ offensichtlich aus. (z. B. durch die Benennung „Kontoinhaber: Lieschen Müller – Sonderkonto: Otto Normal“)
  • das verdeckte Treuhandkonto: Hier trägt die Kontobezeichnung lediglich den Namen des Treuhänders. Banken behandeln diese Konten wie ein ganz normales Konto.
  • das offene Anderkonto (auch Notaranderkonto): Hier richtet ein Notar das Konto ein. Es kommt häufig bei Immobilienkäufen zum Einsatz und sichert sowohl Käufer als auch Verkäufer ab, denn es gelten besondere Vorschriften.

 

Was gibt es beim Treuhandkonto zu beachten?

Der Treuhänder darf nicht frei über die Gelder auf dem Treuhandkonto verfügen. Zu welchem Zweck die Einlagen eingesetzt werden, regelt der Treuhandvertrag. Dieser muss darum mit der entsprechenden Sorgfalt verfasst werden. Dennoch bergen Treuhandkonten einige Risiken. Vor allem bei großen Beträgen besteht die Gefahr der Veruntreuung durch den Treuhänder. Im Falle einer Insolvenz des Treuhänders kommt es zudem vor, dass das Geld auf dem Treuhandkonto zunächst zur Insolvenzmasse gerechnet wird.

 

Das Treuhandkonto und die Mietkaution

Treuhandkonten dienen Mietern und Vermietern oft dazu, die Kaution darauf zu verwahren. Das hat für beide Seiten Vorzüge. Mietern gibt der Treuhandvertrag die Sicherheit, dass der oder die Vermieter das Geld nicht zu anderen Zwecken nutzen kann. Vermieter haben ihrerseits als Treuhänder allein Befugnis, auf das Geld zuzugreifen – die Mieter können es nicht einfach abziehen. Notfalls lässt sich die auf dem Treuhandkonto verwahrte Kaution dazu verwenden, die von den Mietern nicht behobenen Schäden an der Immobilie zu reparieren. Da der Kautionsbetrag meist gering ist, halten sich auch die Risiken speziell für Mieter in Grenzen. Eine Veruntreuung durch den Vermieter ist sehr unwahrscheinlich.

 

Das Treuhandkonto und die Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG)

Auch Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG) nutzen häufig ein Treuhandkonto. Wohnungseigentümer leben nicht alleine in ihrem Haus. Darum sprechen sie alle Belange, die das Haus betreffen – wie beispielsweise Reparaturen und Investitionen – mit den anderen Wohnungseigentümer im Haus ab. Außerdem gibt es eine verpflichtende Instandhaltungsrücklage sowie die laufenden Kosten.

Um diese Angelegenheiten der Wohnungseigentümergemeinschaft zu erledigen, beauftragt die WEG in der Regel eine Hausverwaltung. Diese fungiert zugleich als Kontoinhaberin des Treuhandkontos. Da es sich in diesem Fall aber um höhere Summen handelt, ist das Risiko der Veruntreuung hier etwas größer als beim Mietkautionskonto. Außerdem haben die einzelnen Eigentümer wenig bis keinen Einblick in die Bewegungen auf dem Treuhandkonto . Hier gilt es, Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen und sich ausführlich beraten zu lassen.

 

Das virtuelle Treuhandkonto

FIO erleichtert Ihnen die Führung von Treuhandkonten mithilfe von FIO Account, unseres Managers für Zahlungsverkehr. Dabei handelt es sich um eine webbasierte Software-Lösung. Notare, Schulen aber auch Wohnungsgesellschaften oder Hausverwalter erhalten so die Möglichkeit, mit FIO Account für ein einzelnes real existierendes Konto zahlreiche virtuelle Unterkonten einzurichten. Als Nutzer loggen Sie sich bequem und sicher online ein und haben alle wichtigen Informationen im Blick, so wie Sie es vom Online-Banking kennen. Damit die Buchung eingehender Geldbeträge auf dem richtigen virtuellen Konto erfolgt, nutzt FIO ein Verwendungszweck-System. Das bedeutet, verschiedene Kunden überweisen ihre Beträge zwar an dieselbe IBAN, dank des jeweils eigenen Verwendungszweck ordnet FIO Account die Zahlung jedoch automatisch dem richtigen virtuellen Konto zu. Laien können sich den Prozess im Hintergrund in etwa so vorstellen: Der Verwendungszweck fungiert dabei als eine Art virtuelle IBAN, die die echte IBAN ergänzt, um das richtige virtuelle Konto zu ermitteln.

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